Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt


Mehr Bewegung fördert nicht nur körperliche Ausdauer, sie verbessert auch die kognitiven Voraussetzungen für das schulische Lernen. Um dieses Wissen umzusetzen, entstand in Baden-Württemberg 2000 die Initiative "Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt“ (GSB). Träger ist das Kultusministerium Baden-Württemberg. Die Projektentwicklung und Betreuung der Schulen erfolgt durch das Landesinstitut für Schulsport, Schulkunst und Schulmusik Baden-Württemberg (LIS). Wichtigster Projektpartner für das Kultusministerium ist die AOK Baden-Württemberg.

 

Ziel der Initiative ist, eine tägliche, qualifizierte Bewegungszeit beziehungsweise ein tägliche Sportstunde in den Schulalltag von Grundschulen zu integrieren. Die Entwicklung des Programms wurde wissenschaftlich begleitet durch die Institute für Sport und Sportwissenschaft der Universitäten Karlsruhe und Konstanz und das Forschungszentrum für den Schulsport und den Sport von Kindern und Jugendlichen (FoSS) in Karlsruhe.

Die JPHS ist seit 2003 Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt und wurde 2016 rezertifiziert.


Bundesjugendspiele

Einmal pro Schuljahr werden die Bundesjugendspiele, sowohl in der Werkrealschule als auch in der Grundschule, ausgerichtet.Spaß und Freude stehen dabei im Mittelpunkt. Jede Klasse trägt T-Shirts in gleicher Farbe und nacheinander laufen die Klassen auf dem Pausenhof ein. Rektorin Frau Wetz berüßt die Schüler und eröffnet die Spiele.

 

An vier Stationen versuchen die Schüler ihr Geschick und ihre Ausdauer zu beweisen:

  • Station 1: Sprint
  • Station 2: Ausdauerlauf
  • Station 3: Hochsprung
  • Station 4: Weitwurf

Ein Ortswechsel ist nicht notwendig: Sowohl auf dem Schulhof als auch auf den angrenzenden Sportfeldern steht ausreichend Platz zur Verfügung. Ältere Schüler aus der Werkrealschule begleiten die Schülerinnen und Schüler von Station zu Station, feuern sie an und geben Tipps und Hinweise.



Sport- und Bewegungskisten

Zum 50-jährigen Jubiläum der Johann-Peter-Hebelschule fand am Samstag, den 16.07. ein großes Schulfest statt. Ein passender Anlass, um den Schülerinnen und Schülern der Grundschule Sport- und Bewegungskisten zu überreichen. „Denn schon lange ist bekannt, dass tägliche und regelmäßige Bewegungspausen erheblich die Konzentration fördert und somit zu Lernerfolgen beiträgt“, so Nadine Hartinger, die für den Bereich Sport in der Grundschule zuständig ist.


Und Rektorin Daniela Wetz schließt an: „Für die Johann-Peter-Hebel-Schule, die als einzige Grundschule in Singen als ‚Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt‘ erneut zertifiziert worden ist, ging damit ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung“.

 

Die Kisten beinhalten u.a. Sprungseile, Gummi-Twist, verschiedene Wurf- und Hüpfspiele, die den Kindern ab sofort in den Pausen oder zur Auflockerung des Unterrichts zur Verfügung stehen. Dank einer großzügigen Spende der Firma TAKEDA, überreicht durch Timo Heckel, konnten alle acht Grundschulklassen mit einer solchen Kiste ausgestattet werden. Die leeren Kisten wurden dankenswerter Weise vom Bauhaus Singen gespendet.

Bewegungsspiele kennen keine Sprachhürden

Neben allen wichtigen Aspekten der Bewegung sind die Kisten auch in anderer Hinsicht ein wertvoller Gewinn: Viele Flüchtlingskinder, die erst langsam die deutsche Sprache erlernen, können besonders in den Pausen fast mühelos in die Spiele eingebunden werden, den das klappt ohne viel Worte. Somit sind die Sport- und Bewegungskisten auch ein wichtiger Baustein bei der Integration der Flüchtlingskinder in Schule und Unterricht.