Besuch der Grundschüler bei Reterra in Singen

Am Donnerstag, den 5. März 2026 waren wir mit den beiden zweiten Klassen im Kompostierwerk Reterra in Singen. Es war ein sehr spannender und lehrreicher Ausflug. Zunächst wurden wir freundlich vom stellvertretenden Betriebsleiter Herr Ingo Knaus begrüßt. Herr Knaus erklärte die Aufgaben der Kompostieranlage mit Hilfe einer Präsentation.

Den Kindern wurden die verschiedenen Abfallarten erklärt. Erstaunlich: Es gibt 842 verschiedene Abfallarten. Die Hauptaufgabe des Kompostierwerks ist es, verwertbare Rohstoffe herzustellen. Deshalb ist es wichtig, nicht einfach alles in den Restmüll zu werfen, da Restmüll verbrannt wird und so keine neuen Rohstoffe gewonnen werden können. Wie wichtig unser Bioabfall ist, erläuterte Herr Knaus anhand eines Apfels: Bereits durch nur einen kompostierten Apfel gewinnen wir elektrische Energie mit deren Hilfe wir unser Handy etwa 22-mal aufladen können.

Mit Hilfe des Bioabfallrecycling gewinnen wir drei wichtige Dinge: Kompost, elektrische Energie und Wärme. Die Kinder wurden auch darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig es ist, dass im Kompost keine Plastiktüten landen dürfen, da diese mit einem sehr teuren und aufwendigem Siebverfahren herausgefiltert werden müssen.

Nach dem spannenden Vortrag von Herr Knaus, ging es für die Schüler zur Werksbesichtigung. Eine Schulgruppe durfte mit Herrn Knaus das Werk besichtigen, die andere Schulgruppe wurde vom Betriebsleiter Herr Christian Goldschmidt geführt. Beide Klassen durften gelbe Warnwesten anziehen, damit sie besser gesehen werden.

Ich war in der Gruppe von Herrn Goldschmidt und muss sagen, er hat die Führung sehr spannend geleitet. Mit seiner lustigen und ruhigen Art, verstand er es die Zweitklässler zu begeistern. Bei der Verarbeitung der Bioabfälle zuzuschauen, fiel manchen Kindern allerdings sehr schwer, da der Geruch doch sehr einprägsam war. Besonders aufregend war der Greifer, der die Bioabfälle aufnimmt und befördert.

Der Ausflug gab einen guten  Einblick in die umweltgerechte, regionale Entsorgung von Bioabfällen und Grünabfällen und die Gewinnung neuer Rohstoffe.

Der Ausflug wird den Kindern sicher noch lange im Gedächtnis bleiben und ich werde sehr gerne wieder mit anderen Schulklassen zu Reterra kommen.