Stadtteilschule


Projekte:



Idee

Auf der Grundlage von Absprachen mit der Waldeck- und Johann-Peter-Hebel-Schule, dem Verein Kinderchancen Singen, dem Jugendamt und den Partnern am runden Tisch Kinderarmut und dem Beschluss des Schulausschusses der Stadt Singen wurden Überlegungen zur Entwicklung von Stadtteilschulen aufgegriffen. Der Verein Kinderchancen hatte mit der Klausur zur Stadtteilschule bereits im Juni 2014 die Initiative ergriffen.


Die Intention besteht darin, niederschwellig erreichbare „Zentren“ als Anlaufstellen für Kinder, Jugendliche und Familien zu entwickeln. Zudem sind „Stadtteilschulen“ eingebunden in Kooperationsbeziehungen im Gemeinwesen (z.B. Kirchengemeinden, Vereine, Kultur), bieten ggf. Räume für andere Institutionen an und schaffen Beteiligungsmöglichkeiten für Familien und engagierte Bürger und Bürgerinnen. Eine besondere Bedeutung wird hier auch einer guten Zusammenarbeit mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie beigemessen. Dies auch weil sich gerade im Alter von 6 bis 10 Jahre häufig Auffälligkeiten und Belastungen zeigen, bei denen eine Unterstützung durch das Jugendamt geprüft werden muss.

Die beiden Stadtteilschulen sind zum Schuljahr 2015 offiziell gestartet, begleitet von einer Steuerungsgruppe und je einer Koordinierungsgruppe je Schule. Die Projekte der „Stadtteilschulen“ sind für Baden-Württemberg die ersten Pilotprojekte.


Elterntreff / Elterncafé

Im Rahmen der Stadtteilschule hat die Johann-Peter-Hebel-Schule einen Elterntreff eingerichtet. Immer dienstags, von 8.00 - 9.00 Uhr, können sich Eltern bei Kaffee, Tee und Kuchen austauschen. Der Elterntreff findet im Vorraum der Mensa statt und wird von Eltern betreut.

Aus diesem Angebot heraus sollen zukünftig Elternbildungsangebote (z. B. Deutschkurse o. ä.), pädagogische Themenabende oder Elternprojekte im Rahmen der Stadtteilschule entstehen. Diese Angebote stehen für alle Eltern offen, deren Kinder die Johann-Peter-Hebel-Schule oder benachbarte pädagogische Einrichtungen besuchen.

 


Individuelle Lernbegleiter (ILB)

An der Johann-Peter-Hebel-Schule gibt es viele Kinder, die aus Familien kommen, bei denen wenig oder nur unzureichende Förderung seitens des Elternhauses stattfindet.

In der Grundschule liegt der Schwerpunkt in der Hilfe zur Strukturierung und Organisation des Lernens neben Übungen und Förderangeboten, um Wissenslücken zu schließen.

In der Werkrealschule liegt ein Schwerpunkt in der Unterstützung und Förderung, um den Hauptschulabschluss zu erreichen und einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Dazu werden Personen angesprochen, die bereit sind, Schüler darin regelmäßig und kontinuierlich zu unterstützen und zu begleiten und als "Individuelle Lernbegleiter" (ILB) ehrenamtlich zu helfen.

 

Sie haben Interesse, Lernbegleiter zu werden?

Wir freuen uns über Ihre Anfrage: Weitere Informationen und Kontakt

 


Kooperation: Fahrradwerkstatt „Velofit“


Im Rahmen der Initiative „Stadtteilschule“ wurde von der AWO, als Koordinator des Gemeinwesenprojekts „Stark im Süden“, die Fahrradwerkstatt „Velo-Fit“ in der Johann-Peter-Hebelschule eröffnet. In dieser Werkstatt werden alte Fahrräder wieder fit gemacht. Die gespendeten und reparierten Fahrräder werden dann zu einem symbolischen Preis an Menschen mit wenig Geld abgegeben. Als weiterer Service werden eine Prüfung der Verkehrstauglichkeit und eine erste Einweisung zur Pflege und Wartung von Fahrrädern angeboten.