Schülerfirma


Tintenklecks und GeKi (seit 2014)

Die Schülerfirmen Tintenklecks und GeKi sind im Unterricht des Faches Wirtschaft und Informationstechnik entstanden. Die Idee dahinter ist es, den Schülern am konkreten Handeln einen Einblick in wirtschaftliche Abläufe zu geben.


Durch eine finanzielle Einlage sind die Schüler zu Anteilseignern der Firmen geworden. Und besitzen bei wirtschaftlichen Entscheidungen, die getroffen werden müssen, Stimmrechte ihren Einlagen entsprechend. Ebenso tragen sie aber auch die finanziellen Risiken, sollte die Firma Verluste machen. Sie sind ebenso für die Werbung als auch für die korrekte Abrechnung (Gewinn-Verlust-Rechnung) und den Verkauf und Einkauf der Waren zuständig.


Inzwischen gehört der Verkauf von (möglichst) gesunden Getränken ebenso zum täglichen Standard wie der Bäcker in der ersten Pause. Am Ende des Schuljahres wird den Schülern der Gewinn abzüglich aller Kosten und Spenden an andere Schülerprojekte ausbezahlt. Dank eines effektiven Kontrollsystems durch die Eigenbeteiligung der Schüler machen die Firmen jedes Jahr einen schönen Gewinn.


metall kids 7 (2005 - 2009)

Im Sommer 2005 kam Herr Babeck, einer der Geschäftsführer der Firma Widmann (http://www.widmann-singen.de) auf uns zu. Er hätte von einer Schülerfirma gehört, die Gebrauch- und Kunstgegenstände aus Metall herstellen würde. Ob wir denn Lust hätten, das auch zu versuchen. Wir könnten seine Werkstatt dazu nutzen und seine Mitarbeiter würden uns unterstützen. So ein Angebot kann man einfach nicht ablehnen.

Und schon ging es los: 8 Schüler der 7. Klasse meldeten sich zu eine AG an, deren Leiter Herr Tinner war. Zusammen mit Herrn Vogel von der Firma Widmann entwickelten wir unsere ersten Produkte: eine Zettelbox, Stiftehalter, Kerzenständer und die metallmen, Figuren aus Metall.
Ein Wettbewerb wurde ausgeschrieben – wir brauchten ja auch einen Firmennamen; metal kids 7, also mk7 hießen wir nun.
Ein erster Prospekt wurde erstellt – und am Hauptschultag des Landkreises Konstanz erprobten wir, ob wir das, was wir da hergestellt hatten, auch verkaufen können. Und das mit Erfolg. Es folgte noch ein weiterer Verkaufstag beim Beachbadminton-Turnier der Firma Widmann.

Mit Beginn der Schuljahres 06/07 wurde die Schülerfirma vollständig in unseren Praxiszug im Abschnitt Klasse 7 integriert. Drei Produktionsgruppen arbeiten parallel: Eine ist die Firma mk7, eine stellt Produkte im Technikraum her, eine weitere arbeitet im HTW-Bereich. Nach einem Trimester wechseln die Schüler in eine andere Gruppe. Drei Verkaufstermine finden statt, das Fach Mathematik übernimmt die Kontoführung, Werbemittel werden in Deutsch und MSG hergestellt.
Genaueres finden Sie dazu unter dem Stichwort „Praxiszug“.

Text: Dirk Tinner