Islamischer Religionsunterricht


http://islamlehrerverband.de/islamunterricht/
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10 Jahre Islamunterricht an der Hebelschule


Im Schuljahr 2006/2007 startete das Modellprojekt „Islamischer Religionsunterricht“ in Baden-Württemberg. Insgesamt 12 Schulen wurden für das Modellprojekt ausgesucht. Darunter auch die Johann-Peter-Hebel-Schule Singen. 

Das sind nun über 10 Jahre her, seitdem es an deutschen Schulen in Baden-Württemberg zum ersten Mal „Salam alaikum“, also „Friede sei mit Dir“ heißt. 

Zu Beginn gab es noch viele Fragen seitens der Eltern. Es waren hauptsächlich die muslimischen Eltern, die die muslimischen Lehrkräfte erstmal näher kennen lernen wollten. Wer lehrt das Fach? Wie wird der Unterricht ablaufen? Welche Inhalte werden vermittelt? 

Mit diesen Fragen setzen sich nun immer mehr Schulen und Gemeinden auseinander. Denn das Projekt hat sich bewährt und wird jedes Jahr an weiteren Schulen angeboten. Mittlerweile wird an 93 öffentlichen Schulen Islamischer Religionsunterricht gelehrt. Die Nachfrage ist groß, kann aber leider nicht überall gedeckt werden, da noch nicht genug muslimische Lehrer das Fach studiert haben. Die Warteliste mit den Schulen, die Islamischen Religionsunterricht anbieten wollen, ist sehr lang. Umso glücklicher sind wir an der Hebelschule, dass wir das Fach anbieten können. 

Im Unterricht lernen die muslimischen Schüler ihren Propheten Mohammed näher kennen, befassen sich mit den Aufgaben und Pflichten der Muslime und verinnerlichen die Grundsätze ihres Glaubens. 

 

Die Islamlehrerin Fr. Türkoglu fasst den Islamunterricht wie folgt zusammen: 

„Gott sagt, dass es in der Religion keinen Zwang gibt. Das zu vermitteln ist mir besonders wichtig. Die Förderung von Akzeptanz und Toleranz ist mein Ziel. Das müssen Kinder von klein auf lernen. Auch die anderen Religionen lernen wir kennen. Dabei liegt unser Fokus auf den Gemeinsamkeiten. Wer oder was verbindet uns mit den Christen und Juden? Das fördert das Wir-Gefühl und die gute Stimmung untereinander.“

 

 

M. Türkoglu