LRS-Stützpunkt


1 : Ein grober Überblick
Genauere Untersuchungen legen heute nahe, dass unter einem Legastheniker ein Schüler verstanden werden kann, der im Lesen und/oder Rechtschreiben schwache Leistungen erbringt. Und dies unabhängig von seiner Intelligenz. Legasthenie ist ein Sammelname für eine Fülle unspezifischer Erscheinungen im Prozess des Lesen und Schreiben Lernens.

Mögliche Ursachen wären:

  • Wahrnehmungs- und Sprachstörungen
  • Beeinträchtigung der Sinnesorgane und /oder der Motorik
  • Neurologische Schädigung ( Vererbung)
  • Gedächtnis und Sprache
  • Leistungshemmende Persönlichkeitsmerkmale und leider auch
  • die Schule

Heute sagt man nicht mehr, dass diese Schüler an bestimmten Fehlern zu erkennen wären. Sie unterscheiden sich in der Fehlermenge, aber nicht in der Art der Fehler von anderen. Um auch begrifflich Abstand zu traditionellen Ansätzen zu gewinnen, spricht man heute von Schülern mit einer Lese-Rechtschreibschwäche.

2 : Ein Recht auf Förderung
Auf der Grundlage der Verwaltungsvorschriften „Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und besonderem Förderbedarf“ und „Förderung von Schülern mit Schwierigkeiten im Lesen und/oder Rechtschreiben“ haben Schüler von Klasse 3 bis Klasse 6 ein Anrecht auf ein Förderangebot. Dafür wurden die LRS-Stützpunke eingerichtet.

3 : Förderung an der Johann-Peter-Hebel-Schule
In unseren vier Fördergruppen unterstützt Herr Laporte-Hoffmann Schülerinnen und Schüler der zweiten und dritten Klasse.

 

Erstes Ziel der Schreibförderung ist es, die Schüler in das rhythmisch-silbierende Sprechschreiben einzuführen. Dabei werden Wörter in Silben segmentiert und während des Schreibens laut mitgesprochen. Hand- und Mundbewegung werden synchronisiert. Im weiteren Verlauf werden den Schülern in den Schreibkursen Strategien vermittelt, wie sie die richtige Schreibweise von Wörtern aus bereits bekannten Wörtern ableiten können – und es wird eine Sammlung von Merkwörtern angelegt.

Erstes Ziel der Leseförderung ist es, die phonologische Bewusstheit der Schüler zu fördern. Dann werden auch hier die Wörter in Silben segmentiert. Die weitere Leseförderung verwendet zunächst Wörter und dann kleine Texte mit segmentiertem Material. Dann wird mit den Schülern erarbeitet, wie sie sich selbst ihre Texte im Deutschunterricht segmentieren können.